1636 – Ihre Letzte Schlacht

Posted By on 29. April 2012

ihre-letzte-schlacht Im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg findet vom April bis September 2012, begleitend zum Gedenkjahr 375 Jahre Schlacht bei Wittstock, eine Sonderausstellung statt.
Inhaltlich geht es dabei um die im dreißigjährigen Krieg stattfindende Schlacht bei Wittstock, in welcher sich 42.000 Soldaten aus fast allen europäischen Ländern gegenüberstanden.
2007 wurde in Wittstock ein Massengrab entdeckt in dem 120 in dieser Schlacht gefallene Soldaten bestattet wurden. Nach mehrjähriger Untersuchung werden nun in der Ausstellung „1636 – Ihre Letzte Schlacht“  die Ergebnisse dieser Untersuchungen präsentiert.

F3 Plastron von Akademia Broni

Posted By on 18. April 2012

Mit den Fechtmeisterwesten von Allstar war ich ja nie so richtig glücklich. Für sie spricht natürlich der Schutz gegen Stiche welchen sie auch bei relativ steifen Klingen wie dem I.33 von Albion bietet. Ein klarer Nachteil sind jedoch sowohl das Klima welches sich in den Fechtmeisterwesten bildet (Ich fühle fechtweste-vorn mich immer schon nach kurzer Zeit als würde ich in den Tropen fechten). Als auch der eng geschnittene Schulterbereich, der Bewegungen oberhalb des eigenen Schultergürtels doch arg einengt. Ein Ochs lässt sich faktisch nicht ohne gewaltige Kraftanstrengung einnehmen.
Zumindest wenn man die Weste passend bestellt :-( Inzwischen weiß ich das man sie auch in Untersetzt bestellen kann. Da hat man dann im Schulterbereich wesentlich mehr Platz. Das Klimaproblem bleibt jedoch bestehen.

Jedenfalls habe ich mich wegen der Unzufriedenheit nach anderen Lösungen umgesehen. Was ich dabei primär gesucht habe war ein leichter Oberkörperschutz in dem ich mich sowohl bewegen als auch Atmen kann. Der mich aber zugleich vor schweren Verletzungen durch Stiche schützt.
Durch Empfehlungen bin ich bei der Akademia Broni gelandet. Dort wird ein Oberkörperschutz angeboten welcher aus zwei Komponenten besteht. Einem Polsterwams, KURTKA STANDARD F3 oder KURTKA TRENER F3 und einem Plastron, PLASTRON F3 2008, den man noch darüber ziehen kann um auch fechtweste-hinten gegen heftige Attacken ausreichend geschützt zu sein.
Ich habe mich erst mal dazu entschlossen nur den Plastron zu bestellen, da er allein schon einen ausreichenden Stichschutz für leichtes Sparring bieten soll.
Am Montag ist das begehrte Teil dann endlich angekommen. Zuerst war ich ja skeptisch weil der Plaston wirklich ultraleicht, und ziemlich dünn ist.
Abends beim Training war ich dann jedoch sehr positiv überrascht. In den ersten Tests zeigte der Plastron eine sehr gute Schutzwirkung gegen Stiche. Mal sehen wie er sich weiterhin bewährt. Aber ich bin auf jeden Fall mit dem Kauf sehr zufrieden und werde mir auch noch die Kurtka dazu holen.
Der Kontakt mit Marcin, dem Shopbesitzer ist auch sehr freundlich und unkompliziert. Falls Interesse besteht, hier geht es zum Shop von Akademia Broni.

2° Cod. Ms. Philos. 62 – online gestellt

Posted By on 13. April 2012

Bei dem 2° Cod. Ms. Philos. 62 stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und liegt in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Dabei handelt es sich um eine  Kopie der Ringlehre des Fabian von Auerswald.
Das besondere an dieser Handschrift ist das sie mit umfangreichen Kommentaren versehen ist. In diesen geht der Verfasser dieser Abschrift detailliert auf 80 der 85 Auerswaldschen Stücke ein, erklärt sie ausführlich, weist auf Fehler hin, etc. Reiner Welle, ehemaliger Bundestrainer der Ringer und Verfasser von „… und wisse das alle höbischeit kompt von deme ringen” attestiert dem Verfasser einen hohen Ringtechnischen Sachverstand.
Durch die Buchpatenschaft der Blossfechter Chemnitz, des Schwertspiel Dresden e.V. und des Twerchau e.V. wurde die Handschrift digitalisiert und im Göttinger Digitalisierungszentrum online gestellt.

Swordfish Turnier 2011

Posted By on 19. Januar 2012

Bei dem letztjährigen Swordfishturnier in Schweden, hat sich bei den Bucklerkämpfen etwas zugetragen, das wie ich denke viele Historische Fechter sehr nachdenklich gestimmt hat.
Bei den Bucklergefechten kämpfte sich Staffan Sannelmalm bis ins Finale vor und wurde erst dort von Kristine Konsmo geschlagen. Der Umstand der dabei wirklich nachdenklich stimmt ist die Tatsache das Staffan Sannelmalm vom Bucklerfechten überhaupt keine Ahnung hat. Das heißt, ein völlig unbedarfter Bucklerfechter hat reihenweise „Veteranen“ weg geputzt. Bis er auf Kristine Konsmo traf. Darüber ist auf dem Fechtgeschichte Blog (den ich auch sehr interessant finde) ein wie ich finde sehr lesenswerter Artikel von Thore Wilkens erschienen.

Vereins internes Ringseminar mit Thore Wilkens

Posted By on 2. Dezember 2011

Um unser vor kurzem begonnenes Ringtraining auf eine vernünftige Basis zu stellen, haben wir Thore Wilkens (Trainer bei Blossfechter Chemnitz) gebeten für uns ein Vereins internes Seminar zum Thema Ringen zu veranstalten.
Zu unserer Freude hatte er zugesagt und am 25., 26. und 27.11.11 war es dann endlich soweit. Begonnen hat das Seminar am Freitag Abend mit einem Vortrag von Thore mit anschließender Diskussion. Inhaltlich setzte sich Vortrag mit dem Vorgehen beim Interpretieren der Schriften  mittelalterlicher Fechtmeister auseinander.
Dabei stellte Thore Methoden zur Erschließung des Inhaltes der Handschriften vor, gab Ratschläge wie man vorgehen kann, wenn man den Verdacht hat das sich ein Kopist vertan hat (was vorkommt), zeigte verschiedene Fallen auf in die man leicht laufen kann und vieles mehr.
Am Samstag begann dann der Bewegungsintensive Teil des Seminars. Nach einem gründlichem Aufwärmen nebst verschiedenen Übungen zur Kräftigung der Muskulatur, begann das Training mit einer gründlichen Fallschule in der Thore die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigte einen Sturz abzufangen. Was wir dann auch gleich gründlich üben durften.
Anschließend kamen wir zu den Ringstücken, genauer den Twirchstücken des Codex Wallerstein. Mit den Twirchstücken beschäftigten wir uns dann auch bis zum späten Nachmittag. Thore erklärte die einzelnen Techniken dabei sehr ausführlich Stück für Stück und stellte sich dabei sehr umsichtig auf den Trainingsstand der einzelnen Seminarteilnehmer ein. So das jeder in der Lage war sich die alles andere als leichten Techniken zu erarbeiten. Auch wenn es natürlich noch einiges daran zu üben gibt. Anschließend beendeten wir den Samstag mit einem gemeinsamen essen nach dem alle nur noch ins Bett wollten.
Am Sonntag ging es nach einem Erwärmen und dem wiederholen der Fallschule weiter an die Twirchstücke. Nur das die Glieder viel schwerer waren als am Tag davor und jeder Muskel schmerzte. Am Ende des Seminars gab Thore noch mal eine Zusammenfassung des am Wochenende erlernten. Wobei er auch auf die Möglichkeiten einging im Ringen Schläge anzubringen und wie man mit diesen umgeht.

Warum der Bericht wo es sich doch um eine Vereins interne Veranstaltung handelte? Um Appetit zu machen. Da wir alle von Thores Art zu unterrichten und dem Seminar im allgemeinen ziemlich begeistert waren, wollen wir das Seminar im nächsten Jahr wiederholen, bzw. ein weiteres veranstalten. Diesmal jedoch für alle interessierten zugänglich.

Rückblick zum Langschwert- Seminar mit Stefan Dieke

Posted By on 6. November 2011

gruppenfotoseminar Am 22. und 23.10.11 war es endlich soweit, das lang ersehnte Seminar mit Stefan fand statt. Nach einem kurzen Kennenlernen begann das Seminar mit einem ersten intensiven Block, indem noch einmal die Grundlagen wie Wechselschritt und Hutenwechsel behandelt wurden. Danach stand das Winden auf dem Programm. Ein Schwerpunkt hierbei lag auf dem Duplieren sowie dem Absetzen von Hieben und Stichen. Alle Übungen bauten aufeinander auf, so dass auch komplexere Bewegungen letztendlich leicht von den Teilnehmern nachvollzogen werden konnten.

Am Samstagabend ging es dann gemeinsam mit allen Teilnehmern in die Pizzeria, so dass der erste Tag in einer sehr lockeren Atmosphäre ausklingen konnte.

Am Sonntag wurde zunächst der Stoff des Vortages wiederholt, danach wurden intensiv die oberen Winden behandelt. Den Abschluss bildete auf unseren Wunsch ein Ausflug zum Schielhau. Während des gesamten Seminars überzeugte uns Stefan mit seinem fechterischen und didaktischen Können und mit seiner ruhigen und überaus angenehmen Persönlichkeit.

Abschließend sei gesagt, dass der Nutzen eines Seminars sich erst in der Umsetzung des Stoffes im regulären Training zeigt. Hier zeigte sich, dass die aufeinander aufbauenden Übungen und das Tempo des Seminars dazu führten, das wir das neu Erlernte nach Überwinden des Muskelkaters ohne große Mühe weiter trainieren können. Hier noch einmal unser Dank an Stefan und alle Teilnehmer für das großartige Wochenende.

In Gerichtskampfbeschreibungen gezeigte Treffer

Posted By on 27. Oktober 2011

Aufgrund von Diskussionen ob Handtreffer nun sinnvoll sind oder nicht, kam ich auf die Idee mal zu gucken was den in den Handschriften für Treffer gezeigt werden. Leider ist die Ausbeute geringer als ich erhofft hatte. Natürlich wird bei bebilderten Schriften immer wenn eine Technik gezeigt wird auch ein Treffer gezeigt. Das fand ich aber nicht sehr aussagefähig, da der Treffer ja schließlich geschehen soll. Interessant fand ich aber welche Angriffe Erfolg haben wenn der Gegenüber dies verhindern möchte.
So blieb mir erst mal nur Talhoffer. Dessen Handschriften ja zum großen Teil den Gerichtskampf beschrieben. So das ich denke mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen zu können das die dort gezeigten Treffer auch wirklich so passiert sind. Oder zumindest sehr ähnlich.
Dabei habe ich mich jedoch auf Treffer von Waffen beschränkt welche ich auch trainiere. Das Lange Schwert, den Dolch und Schwert und Buckler. Wobei ich beim Einhändig geführten Schwert auch das Lange Messer und auch die Handhabung ohne Schild betrachtet habe. Als Quelle dienten mir das Cod. Icon. 394a, das Thott 290 2ͦ. Wobei ich nur die Darstellungen von Bloßgefechten betrachtet habe. Da die Treffer bei Harnischen durch die Schwachstellen des Harnischs begründet sind und somit ein anderes Vorgehen erfordern als im Bloßfechten.

Treffer mit dem Dolch

Die Treffer mit dem Dolch überraschen mich ein wenig. Werden doch die meisten Dolchstücke mit dem kurz gehaltenen Dolch gefochten bei dem ein Angriff von oben erfolgt. Sind dennoch die meisten Treffer mit dem lang gehaltenen Dolch zum Bauchraum gezeigt.

Treffer mit dem einhändig geführtem Schwert

Beim Einhändig geführten Schwert gehen sehr viele Hiebe zum Unterarm.

Treffer mit dem langen Schwert

Beim Langen Schwert finde ich auffällig das der Großteil der Treffer durch Stiche und weit weniger durch Hiebe erfolgen.

24.3 – 25.3.12 Bucklerseminar mit Roland Warzecha

Posted By on 30. September 2011

Wir freuen uns auch 2012 wieder ein Bucklerseminar mit Roland Warzecha veranstalten zu können.
Diesmal wendet sich das Seminar an fortgeschrittenere Bucklerfechter. Weshalb für die Teilnahme die im Grundlagenseminar, bzw. auf der unlängst erschienen DVD vermittelten Fertigkeiten vorausgesetzt werden.
Stattfinden wird das Seminar am 24.3 und 25.3.12 in Berlin-Neukölln. Interessierte können sich ab sofort unter kontakt[ät]twerchhau.de anmelden.

Neuer Trainingsplan

Posted By on 19. September 2011

Im Zuge unserer Vereinsgründung haben wir nun vom Berliner Senat eigene Hallenzeiten bekommen. Vielen Dank dafür an das Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abteilung Bildung, Schule, Kultur und Sport. Womit sich sowohl der Trainingsort als auch die Trainingszeiten geändert haben.
Trainingsort ist die untere Halle in der Röntgen Schule, Wildenbruchstr. 53 in 12435 Berlin.  Der Eingang zur Halle befindet sich jedoch einmal um den Häuserblock herum, in der Bouchéstraße, gegenüber der Hausnummer 24, das große Tor links neben dem Zirkus. Die Trainingszeiten sehen dann wie folgt aus:

A
Mo. 19:30 – 21:30 – Langes Schwert Fortgeschrittene
Di. 18:00 – 19:30 – Dolchfechten
Mi. 18:30 – 20:00 – Langes Schwert Anfänger (Ab 9. November)
Do. 18:30 – 21:30 – Bucklerfechten, Techniktraining, Freikampftraining
Fr. 18:00 – 20:00 – Ringen

A
Verkehrstechnisch liegt die Halle zwischen U Rathaus Neukölln und S Treptower Park. Von Rathaus Neukölln aus kann man mit dem Bus 104 Richtung Tunnelstraße bis zur Haltestelle Heidelberger Straße fahren und hat dann noch ca. 100 Meter Fußweg vor sich. Vom S Treptower Park kann man ebenfalls den Bus 104 nehmen, doch diesmal Richtung Brixplatz, fährt dann ebenfalls bis zur Haltestelle Heidelberger Straße fahren und hat dann ebenfalls noch ca. 100 Meter Fußweg vor sich.

Gerichtskampf – Frau gegen Mann

Posted By on 9. August 2011

Leider habe ich zum Gerichtskampf zwischen Frau und Mann bisher nicht viel mehr gefunden als die Zeichnungen und der kurze Begleittext in den Schriften Meister Talhoffers hergeben.
Woraus sich für mich erst mal nur die Bewaffnung der beiden ableiten lässt. Weiter scheint es mir als würde der Mann den Sieg eringen können wenn er die Frau aus in die Grube zieht und die Frau wenn sie den Mann aus der Grube zieht.

 

Talhoffer Cod. icon. 394a

 

Hier steht wie Mann und Frau mit einander kämpfen sollen, und das steht hier in dem Anfang. Da steht die Frau frei und will schlagen und hat einen Stein in dem Schleier der vier oder fünf Pfund wiegt. So steht er in der Grube bis an die waichin (Gemächt/Leiste?)  und sein Kolben ist so lang wie ihr Schleier von der Hand an.